Matthias Grünert unterwegs in seiner alten Heimat

OrgelFahrt „Heimspiel in Franken“ vom 23. - 25. Februar 2018 mit Frauenkirchenkantor Matthias Grünert, Dresden. Das sind drei Tage, fünf Konzerte an Instrumenten verschiedenster Stilrichtungen, in architektonisch sehr unterschiedlichen Kirchen. Eine musikalisch, künstlerische Herausforderung für den Kantor der Dresdner Frauenkirche, der er sich gern stellt. Freunde der „Königin der Instrumente“ dürfen gespannt sein auf einen bunten Strauß an Orgelwerken, gepaart mit der eigenen Spielfreude des Frauenkirchenkantors, erwartet die Konzertbesucher Hörgenuss vom Feinsten.

Alle Konzertprogramme sind auf die jeweiligen Instrumente individuell abgestimmt. Nichts wiederholt sich.

Die musikalische Entdeckungsreise startet in Fürth in St. Michael mit einem Doppelkonzert. An der „Kleinen Italienerin“, einem Positiv aus dem 18. Jahrhundert, gebaut in Neapel, erklingen Werke mit südländischem Charme. Im zweiten Teil des Konzertes an der Hauptorgel beginnt die Zeitreise am Ende des 17. Jahrhunderts, von Dietrich Buxtehude zu Johann Sebastian Bach und Johann Christian Heinrich Rinck, um in der Neuzeit bei Nicholas Choveaux zu enden. Das große Instrument aus dem Jahre 1979 lässt diese musikalische Reise auf Grund seiner technischen Möglichkeiten zu. So jedenfalls verspricht es die Disposition des Instrumentes.

Am Samstag folgt ein weiteres Konzert diesmal in St. Johannis in Ipsheim. Das dortige Instrument, ein Neubau aus dem Jahr 2015, dass in das barocke Gehäuse integriert wurde, hat Matthias Grünert ebenso wie die Instrumente in Fürth und Nürnberg erstmals unter seinen Händen und Füßen. Auch hier entfaltet sich ein musikalischer Spannungsbogen u.a. von Johann Sebastian Bach über Robert Schumann zur Myles Birket Foster – vom Barock zur Romantik. Der Abend endet an der Orgel in der St. Andreas Kirche in Dietenhofen. Einzig für dieses Konzert ist Eintritt zu zahlen, da hier die Kulturreihe Dietenhofen als Veranstalter verantwortlich zeichnet. Alle weiteren Konzerte sind bei freiem Eintritt, um Kollekte zur Deckung der Unkosten wird freundlich gebeten.

Am Sonntag folgen weitere zwei Konzerte. Erster Konzertort ist die Christuskirche in Nürnberg, Auch hier ertönt ein Orgelneubau, diesmal aus dem Jahre 2010. Eine akustische Besonderheit erwartet die Besucher auch hier. Das Schwellwerk ist in den Fußboden hinter dem Altar integriert, Töne die gen Himmel steigen. Wie sich dies im Raum darstellt und mit den Tönen des schwebenden Prospekts mischt, man darf gespannt sein. Zum Abschluss erklingt die Orgel in der Nikolaikirche in Neuendettelsau. Das wirkliche Heimspiel für den Dresdner Frauenkirchenkantor, da sein Elternhaus in Neuendettelsau steht. Matthias Grünert ist mit dem Instrument bestens vertraut, es erklingt zum Abschluss ein bunter Reigen von bekannten Melodien. Unter anderem  Johann Sebastian Bachs Aria aus den Goldberg Variationen und Haydns Stücke für die Flötenuhr. In diesen drei Tagen und fünf Konzerten erklingen 43 verschiedene Orgelwerke, und sicher das Eine oder Andere als Zugabe.

 

Tourenplan:

Freitag, 23.02.18
19.30 Uhr, Fürth, Doppelkonzert, St. Michael, Kirchplatz 7, 990762 Fürth

Samstag, 24.02.18
17.00 Uhr, Ipsheim, St. Johannis, Kindergartenweg, 91472 Ipsheim
19.30 Uhr, Dietenhofen, St Andreas, Herrenstr. 16, 90599 Dietenhofen

Sonntag, 25.02.18
17.00 Uhr, Nürnberg, Christuskirche,Siemensplatz2, 90443 Nürnberg
19.30 Uhr, Neuendettelsau, St, Nikolai, Hauptstr. 24, 91546 Neuendettelsau

1 Antwort

  1. Wer Perfektion und Orgelklang liebt, der sollte sich Zeit für die Orgelfahrt mit Matthias Grünert, dem Kantor der Dresdner Frauenkirche, nehmen. Als Zuhörer wird man immer wieder überrascht, welche herrlichen Klänge Herr Grünert den Orgeln entlockt. Und so meinen selbst Gemeindemitglieder nach einer Veranstaltung, sie hätten gar nicht gewusst, dass ihre heimische Orgel so wohl klingen könne. Die Orgelfahrt ist eine wunderbare Gelegenheit, die Thüringer Landschaft mit ihren vielseitigen kleinen und großen, jüngeren und älteren Kirchen und Orgeln kennen zu lernen. Es lohnt sich jedes Mal mit dabei zu sein, auch wenn man nur für eine oder zwei der perfekt organisierten Stationen, die vom Team um Christiane Linke betreut werden, Zeit findet. Wir nehmen für die Orgelfahrt gern ab und zu auch eine Fahrt aus Dresden auf uns, um andächtig zu lauschen. Luise und Thomas Rößler aus Dresden

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