OrgelFahrt „Klangreise zwischen Orla und Saale“ begeistert rund 1.000 Besucher

Drei Tage, elf Orte, zwölf Orgelkonzerte und rund 1.000 Besucher: Die OrgelFahrt „Klangreise zwischen Orla und Saale“ vom 4. bis 6. September 2026 war ein eindrucksvolles musikalisches Erlebnis. Gleichzeitig rückte sie die Bedeutung der Dorfkirchen und ihrer historischen Orgeln im Saale-Orla-Kreis in den Mittelpunkt. Die kleinen Kirchen waren durchweg sehr gut besucht und vielerorts bis auf den letzten Platz gefüllt.

Organist und Kantor Matthias Grünert führte die Besucher auf eine musikalische Reise durch die Kirchenlandschaft der Region. In jedem Konzert stellte er die Besonderheiten und den individuellen Klang der jeweiligen Orgel heraus und machte so die große Vielfalt der Instrumente erlebbar.

Auftakt in Bucha mit besonderem Anlass

Ein besonderer Höhepunkt war der Auftakt der OrgelFahrt in Bucha. Die dortige Orgel war in einem der letzten Jahre als Förderorgel ausgewählt worden und konnte inzwischen restauriert werden. Für die Kirchengemeinde war die Rückkehr des Instruments deshalb ein besonderer Grund zur Freude. Der Beginn der diesjährigen OrgelFahrt wurde passend dazu mit einem kleinen Gemeindefest verbunden.

Die erfolgreiche Restaurierung zeigt, welchen Beitrag die OrgelFahrt über das musikalische Erlebnis hinaus leistet. Sie macht auf die historischen Instrumente aufmerksam und trägt dazu bei, ihren Erhalt zu sichern. Durch die Förderung können notwendige Restaurierungs- und Sanierungsmaßnahmen unterstützt und damit wertvolle Zeugnisse der regionalen Kirchen- und Musikgeschichte bewahrt werden.

Förderorgel 2026: 500 Euro für Mittelpöllnitz

Im Mittelpunkt der diesjährigen Förderung steht die Orgel der Dorfkirche Mittelpöllnitz. Das Instrument befindet sich auf der Westseite der Kirche und stammt aus der Zeit der Errichtung des heutigen Kirchenbaus. Gebaut wurde die Orgel von Poppe in Schleiz. Um 1900 wurde sie durch Jehmlich überholt, nach dem Zweiten Weltkrieg folgte in den Jahren 1946/47 eine weitere Überarbeitung.

Heute ist die Orgel nur noch eingeschränkt spielbar. Um ihre Zukunft zu sichern, wurde sie im Rahmen der OrgelFahrt zur diesjährigen Förderorgel bestimmt. Vertreter der Kirchengemeinde sowie Superintendentin Killinger-Schlecht nahmen einen Förderbetrag in Höhe von 500 Euro entgegen.

Auch über die diesjährige Förderung hinaus bestehen Möglichkeiten, die historischen Orgeln der Region zu unterstützen. So stellt die Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen jährlich umfangreiche Mittel für die Sanierung von Orgeln bereit. Darüber hinaus können für entsprechende Vorhaben auch Lottomittel beantragt werden.

Begeistertes Publikum in elf Kirchen

Die große Resonanz auf die zwölf Konzerte unterstrich die besondere Bedeutung der OrgelFahrt für die Region. Trotz des herrlichen Spätsommerwetters fanden zahlreiche Besucher den Weg in die Dorfkirchen. An vielen Konzertorten waren die Plätze vollständig besetzt.

Matthias Grünert zeigte sich am Ende der dreitägigen Konzertreise sehr zufrieden mit dem Zuspruch. Sein besonderer Dank galt dem Publikum, das die Konzerte aufmerksam und begeistert verfolgte.

Die OrgelFahrt „Klangreise zwischen Orla und Saale“ hat einmal mehr gezeigt, wie viel musikalisches und kulturelles Leben in den Dorfkirchen des Saale-Orla-Kreises steckt. Rund 1.000 Menschen erlebten die unterschiedlichen Instrumente und die virtuose Spielweise von Matthias Grünert.

Die große Besucherzahl und die begeisterten Reaktionen machen deutlich, dass die Orgeln zwischen Orla und Saale weit mehr sind als historische Instrumente. Sie sind lebendige Bestandteile des kulturellen Lebens und prägen die Kirchen und Gemeinden ihrer Region.

Mit der OrgelFahrt verbindet sich daher beides: ein außergewöhnliches musikalisches Erlebnis und das wichtige Anliegen, die wertvollen historischen Orgeln für kommende Generationen zu erhalten.

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